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Neues Holz außen streichen? Komplette Jotun-Erklärung & Grundierungsberatung

Neues Holz erfordert eine andere Vorbereitung als bestehende Anstriche. In diesem Artikel liest du, wie du neues Außenholz mit Jotun Visir Grundierung und Demidekk Deckanstrich für langfristigen Schutz richtig aufbaust.
Neues Holz Schildern

Neues Holz zu streichen beginnt mit der richtigen Vorbereitung

Obwohl das Streichen von neuem Holz einfach erscheint, bestimmt vor allem die Vorbereitung, wie lange das Farbsystem schön bleibt. Neues Holz enthält oft noch Feuchtigkeit, offene Holzfasern, Harz oder fettige Stellen. Dadurch kann die Haftung der Farbe schlechter sein, wenn du das Holz nicht zuerst gut vorbereitest.

Zudem nimmt neues Holz Farbe und Feuchtigkeit oft ungleichmäßig auf. Dadurch können später Probleme wie fleckige Deckkraft, Verfärbungen, Feuchtigkeitsprobleme oder abblätternde Farbe entstehen.

Für Holzfassaden, Profilbretter, Fensterrahmen, Gartenhäuser und skandinavischen Holzbau ist ein gut aufgebautes System daher besonders wichtig. Innerhalb des Jotun-Systems arbeitest du meist mit einer Grundierung in Kombination mit einer passenden Deckschicht.

Zweifelst du noch, welches Jotun-Produkt für dein Projekt geeignet ist? Schau dir dann auch die komplette Jotun Demidekk Übersicht an, mit Erklärungen zu den Unterschieden zwischen CleanTech, Ultimate, Pure Matt und Infinity Details.

Wann ist Holz eigentlich „neu“?

Nicht jedes unbehandelte Stück Holz ist automatisch neues Holz. Holz, das einige Monate im Freien gelegen hat, kann nämlich bereits Feuchtigkeit, Verschmutzung oder Vergrauung entwickelt haben. Auch UV-Strahlung greift unbehandeltes Holz relativ schnell an.

In der Praxis handelt es sich bei neuem Holz meist um:

  • neu angebrachte Fassadenverkleidung;
  • frische Profilbretter;
  • neu gehobeltes Holz;
  • unbehandelte Fensterrahmen oder Türen;
  • neues Douglasien-, Fichten- oder Red-Cedar-Holz.

Hat das Holz länger als vier Wochen unbehandelt im Freien gestanden, schreibt Jotun vor, es zuerst zu reinigen und lose Holzfasern wegzuschleifen, bevor du grundierst.

Warum eine Grundierung auf neuem Holz wichtig ist

Neues Außenholz nimmt Feuchtigkeit und Farbe ungleichmäßig auf. Ohne Grundierung zieht die Farbschicht daher oft zu tief in das Holz ein oder die Deckschicht haftet weniger gut. Dadurch können später matte Stellen, Rissbildung oder abblätternde Farbe entstehen.

Eine Grundierung bildet daher die Basis des kompletten Farbsystems. Innerhalb des Jotun-Systems wählst du zwischen Jotun Visir Oljegrunning Pigmentert und Jotun Visir Oljegrunning Klar. Unter Demidekk ist Pigmentert der Standard; Klar verwendest du, wenn du unter +5 °C grundierst.

Unterschied zwischen Visir Pigmentert und Visir Klar

Der Unterschied liegt nicht in der Holzart, sondern in der Temperatur, bei der du arbeitest.

Visir Oljegrunning Pigmentert ist wasserbasiert und pigmentiert. Jotun empfiehlt diese Grundierung vor dem Auftragen von deckenden Lasuren und Farben auf allem neuen und verwitterten Außenholz. Wenn du deine Fassade mit Demidekk behandelst, ist dies die dazugehörige Grundierung. Die Pigmentierung schützt das Holz zudem vor UV-Licht in der Zeit zwischen Grundierung und Endanstrich. Verarbeitbar ab +5 °C.

Visir Oljegrunning Klar ist farblos und lösemittelbasiert und zieht besonders tief in das Holz ein. Wenn du in den kalten Monaten grundieren möchtest, ist Klar die richtige Variante: Diese ist bis -5 °C verarbeitbar, während Pigmentert +5 °C benötigt. Wenn du mit Trebitt lasierend arbeitest, ist keine separate Grundierung erforderlich.

In Deutschland, Belgien und Deutschland wird fast nur Klar verkauft. In Skandinavien ist Pigmentert unter deckenden Systemen hingegen die gängige Wahl. Wir importieren beide Varianten seit 2018.

Neues Holz vor dem Streichen reinigen

Bevor du die Grundierung aufträgst, muss das Holz sauber und trocken sein. Entferne daher Staub, Schmutz, Sägereste, Harz und fettige Stellen. Besonders bei neuer Douglasie oder Fichte können Harzrückstände die Haftung beeinträchtigen. Wie Sie Harz entfernen, lesen Sie unter Harz von Holz entfernen.

Verwende keine aggressiven Reiniger, die Rückstände im Holz hinterlassen. In vielen Fällen reicht die Reinigung mit einem geeigneten Holz- oder Fassadenreiniger aus. Lass das Holz danach vollständig trocknen.

Achte zudem besonders gut auf die Stirnholzseiten. Diese Stellen nehmen oft die meiste Feuchtigkeit auf. Jotun schreibt vor, sie mit drei bis vier Schichten nass-in-nass zu sättigen, bevor du fortfährst.

Muss neues Holz geschliffen werden?

Ja, leichtes Anschleifen ist meist ratsam. Besonders glatt gehobeltes Holz kann eine geschlossene Oberfläche haben. Dadurch haftet die Grundierung weniger gut.

Durch das leichte Anschleifen der Oberfläche:

  • verbesserst du die Haftung;
  • öffnest du die Holzstruktur;
  • verringerst du Glanzunterschiede;
  • sorgst du für ein gleichmäßigeres Endergebnis.

Entferne nach dem Schleifen immer sorgfältig den Staub. Danach kannst du die Grundierung auftragen.

Wie baut man ein Jotun-System auf?

Ein Standard-Jotun-System auf neuem Außenholz besteht meist aus:

  1. 1 Schicht Visir Oljegrunning Pigmentert;
  2. 2 Schichten Jotun Demidekk Deckanstrich.

Schließe die Endbeschichtung des Holzes innerhalb eines Monats nach dem Grundieren ab. Welche Deckschicht geeignet ist, hängt von der gewünschten Optik und Anwendung ab.

Für wartungsarme Fassaden mit einer Seidenglanz-Optik entscheiden sich viele für Jotun Demidekk CleanTech. Diese Farbe passt gut zu Holzfassaden und Profilbrettern, bei denen schmutzabweisende Eigenschaften wichtig sind.

Möchtest du lieber eine moderne matte Optik? Dann ist Jotun Demidekk Infinity Pure Matt eine logische Wahl für Holzfassaden und skandinavische Häuser.

Für Fensterrahmen, Türen und Detailarbeiten wird oft Jotun Demidekk Infinity Details verwendet. Dieses Produkt ist für glattes Holzwerk geeignet und sorgt für ein glattes Finish.

Wann solltest du besser nicht streichen?

Streiche neues Holz zudem nicht unter schlechten Bedingungen, da später schneller Probleme auftreten können. Vermeide das Streichen:

  • bei Regen oder Nebel;
  • auf feuchtem Holz;
  • in praller, greller Sonne;
  • unter +5 °C bei Verwendung von Visir Pigmentert;
  • wenn das Holz noch nicht ausreichend getrocknet ist.

Zu schnelles Streichen auf feuchtem Holz ist eine der häufigsten Ursachen für spätere Haftungsprobleme. Überprüfe daher immer die Bedingungen, bevor du beginnst.

Häufige Fehler beim Streichen von neuem Holz

In der Praxis treten vor allem diese Fehler regelmäßig auf:

  • keine Grundierung verwenden;
  • Stirnkanten auslassen;
  • zu schnelles Überstreichen;
  • verschmutztes Holz nicht reinigen;
  • neues Holz direkt ohne Systemaufbau lackieren;
  • länger als einen Monat mit der Deckschicht warten.

Besonders an Holzfassaden und Profilbrettern können diese Fehler später sichtbar werden. Feuchtigkeit zieht dann leichter in das Holz ein, wodurch das Farbsystem schneller verfällt.

Wie lange hält das System?

Die Lebensdauer hängt von der Lage, Holzart, Farbe, Sonnenbelastung und Wartung ab. Dennoch bildet ein gut aufgebautes Jotun-System eine starke Basis für lange Wartungsintervalle bei Außenholz.

Zudem beeinflussen dunkle Farben, hohe UV-Belastung und feuchte Standorte die Wartungshäufigkeit. Kontrolliere den Anstrich daher regelmäßig und reinige ihn bei Bedarf.

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Schlussfolgerung

Beim Streichen von neuem Holz geht es vor allem um Vorbereitung und Systemaufbau. Reinige das Holz gut, schleife es leicht an und verwende die richtige Visir-Grundierung, bevor du die Deckschicht aufträgst.

Innerhalb des Jotun-Systems bilden Visir Oljegrunning Pigmentert und eine Demidekk-Endbeschichtung zusammen eine starke Kombination für Holzfassaden, Profilbretter, Fensterrahmen und skandinavisches Außenholz.

Demidekk Cleantech

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