Das Überstreichen vorhandener Lackierungen beginnt mit der Kontrolle der alten Farbschicht
Das Überstreichen vorhandener Lackierungen scheint oft einfacher zu sein, als völlig unbehandeltes Holz zu bearbeiten. Dennoch bestimmt gerade der Zustand der alten Farbschicht, wie langlebig das neue Farbsystem letztendlich wird. Wenn alte Farbschichten schlecht haften oder Feuchtigkeit enthalten, können später Probleme wie abblätternde Farbe, Rissbildung, Glanzunterschiede oder ungleichmäßige Deckkraft auftreten.
Prüfe daher immer zuerst, ob die vorhandene Farbschicht noch fest sitzt. Besonders bei Holzfassaden, Rauspund, Fensterrahmen, Gartenhäusern und skandinavischem Außenholz ist eine gute Vorbereitung wichtig, bevor du mit dem Streichen beginnst.
Du bist dir noch unsicher, welches Jotun-Finish am besten zu deinem Projekt passt? Dann schau dir auch die komplette Jotun Demidekk Übersicht mit Erklärungen zu den Unterschieden zwischen CleanTech, Ultimate, Pure Matt und Infinity Details an.
Wann kannst du eine vorhandene Lackierung überstreichen?
In vielen Fällen musst du alte Farbe nicht komplett bis auf das rohe Holz abschleifen. Wenn die vorhandene Farbschicht noch gut haftet, kannst du die Oberfläche meist reinigen, leicht anschleifen und neu lackieren.
Das gilt zum Beispiel, wenn:
- die Farbe nicht abblättert;
- der Untergrund trocken ist;
- die alte Farbschicht fest sitzt;
- keine großen Risse sichtbar sind;
- die Farbschicht nicht extrem verwittert ist;
- die vorhandene Farbe keine ernsthaften Feuchtigkeitsprobleme aufweist.
Besonders bei Holzfassaden und Rauspund bietet das Überstreichen oft ein gutes Gleichgewicht zwischen Wartung, Lebensdauer und Kosten.
Wann musst du eine vorhandene Lackierung tatsächlich bis auf das rohe Holz abschleifen?
Manchmal reicht Überstreichen nicht aus. In diesem Fall muss das Holz teilweise oder vollständig freigelegt werden, bevor du das Farbsystem neu aufbaust.
Ein komplettes Abschleifen ist meist ratsam, wenn:
- die Farbe abblättert;
- die Haftung schlecht ist;
- sich Feuchtigkeit unter der Farbe befindet;
- sich alte Farbschichten lösen;
- die Farbschicht extrem dick geworden ist;
- verschiedene alte Farbsysteme Probleme verursachen.
Lies auch: Abgeschliffenes Holz behandeln.
Warum alte Farbschichten Probleme verursachen können
Viele Probleme entstehen nicht durch die neue Farbe, sondern durch den darunter liegenden Untergrund. Wenn alte Farbschichten ihre Flexibilität verlieren oder Feuchtigkeit speichern, entstehen schneller Risse und Haftungsprobleme.
Zudem können sich alte Farbsysteme untereinander unterscheiden. Besonders wenn mehrere alte Schichten gemischt verwendet wurden, steigt das Risiko einer schlechten Haftung.
Bei Holzfassaden, Rauspund und Fensterrahmen entstehen Probleme meist zuerst im Bereich von:
- Stirnkanten;
- Nähten;
- Holzverbindungen;
- horizontale Teile;
- Stellen mit hoher Feuchtigkeitsbelastung.
Wie prüfst du eine vorhandene Lackierung?
Prüfe zuerst, ob die Farbschicht noch fest sitzt. Achte zudem genau auf Risse, Blasen, weiche Stellen und Feuchtigkeitsprobleme.
Benutze eventuell ein Spachtelmesser, um vorsichtig zu prüfen, ob sich Farbe vom Untergrund löst. Löst sich die Farbe leicht? Dann ist bloßes Überstreichen meist keine dauerhafte Lösung.
Prüfe außerdem auf:
- Glanzverlust;
- Kreidung;
- Vergrauung;
- Schimmelbildung;
- weiche Holzteile;
- Feuchtigkeitsflecken.
Besonders bei älteren Holzfassaden können sich kleine Probleme später schnell ausweiten, wenn sie nicht zuerst gründlich angegangen werden.
Muss eine vorhandene Lackierung gereinigt werden?
Ja. Die Reinigung bleibt wichtig, auch wenn die Farbschicht noch gut ist. Schmutz, Fett, Schimmel, Algen und atmosphärische Verschmutzungen verringern nämlich die Haftung der neuen Farbschicht.
Besonders auf skandinavischen Fassaden und Holzverkleidungen entstehen im Laufe der Zeit oft Verschmutzungen durch Feuchtigkeit und Witterungseinflüsse.
Reinige daher immer zuerst die Oberfläche, bevor du mit dem Schleifen oder Streichen beginnst. Lass das Holz danach vollständig trocknen.
Warum Schleifen wichtig bleibt
Auch wenn die vorhandene Farbschicht noch gut haftet, bleibt leichtes Anschleifen wichtig. Durch das Aufrauen der Oberfläche verbesserst du nämlich die Haftung der neuen Farbschicht.
Zudem sorgt das Schleifen für:
- eine ebenmäßigere Oberfläche;
- weniger Glanzunterschiede;
- einen besseren Verlauf des Anstrichs;
- das Entfernen loser Teile.
Entferne danach immer sorgfältig den Schleifstaub, bevor du mit der Grundierung oder dem Endanstrich fortfährst.
Musst du erneut eine Grundierung verwenden?
Das hängt vom Zustand des Untergrunds ab. Wenn Stellen bis auf das Holz abgeschliffen wurden, verwendest du an diesen kahlen Stellen meist wieder eine Grundierung.
Innerhalb des Jotun-Systems entscheiden sich viele für Jotun Visir Oljegrunning Klar oder Jotun Visir Oljegrunning Pigmentert.
Visir Klar zieht tief in das Holz ein und funktioniert gut auf sauberen, kahlen Stellen. Visir Pigmentert sorgt hingegen für einen gleichmäßigeren Untergrund, wenn Verfärbungen oder ungleichmäßiges Saugverhalten sichtbar sind.
Wenn die vorhandene Farbschicht noch vollständig intakt ist, muss nicht immer eine komplette neue Grundierungsschicht aufgetragen werden.
Welches Jotun-Finish wählst du?
Welches Finish am besten passt, hängt von der gewünschten Optik und der Anwendung ab.
Für Holzfassaden und Rauspund wählen viele Jotun Demidekk CleanTech. Diese Farbe ist bekannt für ihre schmutzabweisenden Eigenschaften und ihre pflegeleichte Seidenglanz-Optik.
Möchtest du lieber eine moderne matte Optik? Dann entscheiden sich viele für Jotun Demidekk Infinity Pure Matt.
Für Fensterrahmen, Türen und Detailarbeiten wird oft Jotun Demidekk Infinity Details verwendet. Dieses Produkt sorgt für ein glattes Finish auf glattem Holz.
Häufige Fehler beim Überstreichen vorhandener Lackierungen
Beim Überstreichen vorhandener Lackierungen werden regelmäßig die gleichen Fehler gemacht. Dadurch entstehen später schneller Probleme mit der Haftung und Langlebigkeit.
Häufige Fehler sind:
- lose Farbe nicht entfernen;
- nicht schleifen;
- Verschmutzungen nicht entfernen;
- feuchtes Holz überstreichen;
- Probleme in alten Farbschichten ignorieren;
- zu schnell überstreichen.
Besonders bei Holzfassaden können diese Fehler später zu Feuchtigkeitsproblemen und erneut abblätternder Farbe führen.
Wie lange hält eine überstrichene Lackierung?
Die Lebensdauer hängt von der Vorbereitung, dem Zustand der alten Farbschicht und dem gewählten Finish ab. Gut gepflegte Lackierungen halten nachweislich länger als oberflächlich behandeltes Holz.
Zudem spielen Lage, Sonnenbelastung, Farbwahl und Feuchtigkeitsbelastung eine wichtige Rolle für die Wartungsintervalle.
Ein gut aufgebautes Jotun-System ist gerade für lange Wartungsintervalle auf Außenholz bekannt, sofern der Untergrund korrekt vorbereitet wurde.
Lies auch:
- Wie lange hält Jotun Demidekk?
- Warum blättert Farbe auf Außenholz ab?
- Holzfassade streichen
- Neues Holz streichen
Schlussfolgerung
Beim Überstreichen vorhandener Lackierungen geht es vor allem um Kontrolle und Vorbereitung. Wenn die alte Farbschicht noch gut haftet, kannst du die Oberfläche oft erfolgreich reinigen, schleifen und neu lackieren.
Für Holzfassaden, Rauspund, Fensterrahmen und skandinavisches Außenholz bildet die Kombination aus guter Vorbereitung und einem geeigneten Jotun-System die Basis für langfristigen Schutz.